In den Beteiligungsverfahren für die Quartiersentwicklung wurde die Behebung offensichtlicher Nutzungs- und Gestaltungsdefizite in den Kindereinrichtungen und in der Grundschule sowie auf öffentlichen Spielplätzen häufig als wichtige Maßnahmen gefordert.
Im Zeitraum zwischen 1999 und 2008 wurden über 40 Baumaßnahmen mit einem Gesamtfördervolumen von ca. 2 Mio. Euro umgesetzt. Alle Maßnahmen wurden stets durch eine intensive Bürgerbeteiligung begleitet und haben zur Erhöhung der Identifikation der Bevölkerung mit dem Quartier beigetragen.
Mit der Umgestaltung der Spielplätze an der Lohmühle und im Block 121 im Jahr 2007 wurden die letzten großen Baumaßnahmen im Kiez abgeschlossen.
Vom Bezirk wurden weitere finanziellen Mittel aus anderen Förderprogrammen eingesetzt, z. B: in die Neugestaltung der Blockdurchwegung einschließlich der Neugestaltung des Spielplatzes zwischen Cuvrystraße und Falckensteinstraße sowie weitere Maßnahmen auf den Sport- und Spielflächen auf der Lohmühle.
Projekt | Kurzbeschreibung |
Fichtelgebirge Grundschule Ausbau des Kellergeschosses für Schulzwecke | Der gesamte künstlerische Bereich der Schule war nur eingeschränkt arbeitsfähig und auf wechselnde Räume angewiesen. Daher wurde die Idee aufgegriffen, die Kellerräume für den Schulbetrieb nutzbar zu machen. Diese Raumerweiterung wurde begleitet durch den Bezirk, der zeitgleich Instandhaltungsmaßnahmen am Schulgebäude durchführen ließ (Fußböden, Fenster etc.). |
Neugestaltung der Freifläche für die Kita Cuvrystr. 26 | Eine in Bezug auf die eingesetzten Fördermittel kleine Maßnahme mit großer Wirkung war die Neugestaltung des Treppenhauses der Fichtelgebirge Grundschule. Jugendliche eines Ausbildungsprojektes übernahmen die malermäßige Erneuerung und Eltern und Kinder die Gestaltung mit phantasievollen Formen und Figuren. |
Nachbarschaftshaus: Kellerausbau für Jugendarbeit | Nur eingeschränkt nutzbare Räume bei gleichzeitigem Raumbedarf insbesondere für die Arbeit mit Jungen, dem wurde durch den Ausbau des Kellergeschosses abgeholfen. Der Bezirk hat zeitgleich Mittel des Programms UEP für energiesparende Maßnahmen an Fassade, Fenster etc. eingesetzt und Jugendliche haben die Fassade des Hauses gestaltet. Durch die Neugestaltung der Blockdurchwegung durch den Bezirk und die Erneuerung des vor dem Haus liegenden Bolzplatzes, ist das Nachbarschaftshaus aus einem räumlichem und optischem Schattendasein in die Mitte des Quartiers gerückt. |
Umbau eines Pferdestall als interkulturelles Mädchenzentrum | Seit 2002 befindet sich in dem ehemaligen Pferdestall im Blockinnenbereich des Blockes 121 eine Freizeiteinrichtung speziell für Mädchen. In dem geschützten Raum werden Sport- und Freizeitangebote, Hilfe und Beratung angeboten. |
Kita Taborstr. | Der Spielplatz der Kita der Taborgemeinde wurde mit einer Hügellandschaft und einem Basketballfeld ausgestattet. Hierfür erhielt die Kita einen Zuschuss aus dem Programm "Soziale Stadt". |
Die Insel Block 121 | Der Blockinnenbereich mit den Anliegern der Kita Schlesische Str. 3 und der Seniorenfreizeiteinrichtung Falckensteinstr sowie der Mädcheneinrichtung wurde als Spielplatz neugestaltet. Diese Maßnahme war vom Umfang und Fördervolumen her die aufwendigste Baumaßnahme im Quartier. |
Vom Pausenhof zum Spielhof | Der Förderverein der Fichtelgebirge-Grundschule setzte sich seit Jahren dafür ein, die Schule attraktiver zu machen und nutzte die Chance, aus Mitteln der Sozialen Stadt ihren tristen Pausenhof in einen attraktiven Spielhof umzugestalten. Die Schulhofumgestaltung wird als eine der Inititalzündungen für die spätere Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in der Bildungsinitiative gesehen. |
Bolzplatz Falckensteinstr. 19 | Der Ballfangzaun wurde lärmmindernd erneuert und die dahinterliegende Brandwand gestaltet. Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren haben unter fachlicher Anleitung durch das mobile Team zur Suchtprävention das Motiv zur Brandwandgestaltung am Bolzplatz entworfen und aufgetragen. Angeleitet wurden die Jugendlichen durch das mobile Team für Suchtprävention. |
Fahrradständer für den Kiez | In Kooperation mit dem Tiefbauamt des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg wurden insgesamt über 60 "Kreuzberger Bügel" am U-Bahnhof Schlesisches Tor, im Kreuzungsbereich Wrangelstr./Oppelner Str. und entlang der Falckensteinstraße aufgestellt. Das erfreut nicht nur Radfahrer/innen, sondern auch Fußgänger/innen, die sich durch die auf dem Gehweg wild geparkten Räder gestört fühlen. |
Bolzplatz in der Cuvrystr | Der Bolzplatz vor dem NachbarschaftshausCentrum in der Cuvrystraße bekam neue Tore, Basketballkörbe, einen neuen Bodenbelag und einen Zugang von der Strasse. Mit diesen lärmmindernden Maßnahmen kann auf dem Platz, dem auf Grund von Anwohnerbeschwerden die Schließung drohte, wieder gespielt werden. |
Neugestaltung Freifläche | Durch die Schließung der Horte in den Kitas entstand der Bedarf nach der Umgestaltung des Spielplatzes. Spielgeräte für Ältere, wie z. B. Tischtennisplatten und ein Fußballtor wurden nicht mehr gebraucht. Für die Integrationskita sind neue Spiellandschaften enstanden, die die motorische Entwicklung fördern. Die Eltern haben sich sowohl an der Planung als auch selber in Wochenendeinsätzen bei den Baumaßnahmen beteiligt. |
Brandwandgestaltung | Wandmalereien als eine kreative Möglichkeit, fensterlose Hausfassaden als Leinwand zu nutzen und dadurch den Straßenraum aufzuwerten, ist eines der Anliegen von Backjumps. Im Wrangelkiez wurden insgesamt 5 Brandwände durch namhafte internationale Künstler aus der Street Art Szene gestaltet. Vor den Spielplätzen Görlitzer Str. 49 und Wangelstr. 62 sowie in der Oppelner Str. 46/47, 3 und Falckensteinstr. 47/48 haben die bunten Gemälde zur Aufwertung des Straßenbilds beigetragen. Das Projekt ist Bestandteil des Gesamtvorhabens des Kunstraumes Kreuzberg / Bethanien, das mit einer breiten Veranstaltungspalette die Vielfältigkeit und Interdisziplinarität auf Street Art aufmerksam macht. |
Kinderladen Mäuseblitz Außenanlage | Eltern, Kinder und ErzieherInnen haben den Hofspielplatz naturnah neugestaltet. Unterstützt wurden sie dabei durch den Einsatz von Jugendlichen aus der Einrichtung Kreuzer e. V.. |
Zirkus Cabuwazi auf der Schatzinsel | Die Schatzinsel ist ein Ort für offene Kinderfreizeit. Durch die Ansiedlung des Zirkus Cabuwazi auf dem Gelände konnte die drohende Schließung abgewendet werden. Durch Mittel der Sozialen Stadt wurde die technische Innenausstattung sowie die Gestaltung des Umfeldes auf der Schatzinsel sichergestellt. |
Alte Spielplätze mit neuem Gesicht | Die beiden Spielplätze in der Falckensteinstr. /Görlitzer Str. und in der Cuvrystr./ Wrangelstr. wurden neu gestaltet. Darüber, welche Spielgeräte aufgestellt werden, konnten die Kinder und Eltern im Rahmen der Bewohnerbeteiligung im September 2003 bestimmen. |
Spielplatz Lohmühle | Der Spielplatz auf der südlichen Lohmühle wurde auf rund 2.000 m² neu- und umgestaltet. Rutschen und Schaukeln, Kletternetz und Balancierstange die Spielinsel, Wege und Bänke: das alles ist neu auf dem Platz und kann ab 2008 von den Kindern wieder voll in Besitz genommen werden. Die Gestaltung wurde mit den Kindern der Schulstation der Fichtelgebirge Grundschule entwickelt. Die brachten mit Eifer ihre Vorstellungen ein und bastelten daraus Modelle aus Papier. Weitere Flächen auf der Lohmühle werden durch den Bezirk im Rahmen des Programms Stadtumbau West neu gestaltet, so dass an der Grenze zu Treptow dann wieder attraktive Spiel- Sport- und Freiflächen für die BewohnerInnen des Quartiers zur Verfügung stehen. |

Quartiersmanagement Wrangelkiez im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.
Die Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ und dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung
