Donnerstag, 9.09.2010
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Projekte Lokale Ökonomie

1999 war der Ladenleerstand im Wrangelkiez sehr groß und die Stimmung unter den Gewerbetreibenden bezüglich ihrer Zukunftsperspektive pessimistisch. Auch wenn die Kaufkraft immer noch gering ist und Nahversorger über fehlende Umsätze klagen, so hat sich die Situation in den letzten Jahren entscheidend verändert: Die Nachfrage nach Gewerbeflächen im Stadtteil ist heute größer als das vermietbare Angebot. Es hat sich entlang der Schlesischen Straße und Wrangelstraße ein lebendiges Wirtschaftsleben entwickelt und die Außenwirkung des Kiezes hat sich deutlich verbessert. Das Handlungsfeld "lokale Ökonomie" hat deshalb auch keine Priorität mehr im integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept.

Im Rahmen des Programms "Soziale Stadt" wurden bis 2005 über 20 Projekte gefördert. Darunter sind Projekte, die zur Beseitigung des Ladenleerstands, zur Förderung von Existenzgründungen sowie zur Stärkung des Kleingewerbes beigetragen haben

Ausgewählte Projekte 2003 bis 2005

Projekt

Kurzbeschreibung

Wrangelei -
Kultur in Leerläden
(2003 - 2004)

Kultur als Existenzgründung: Künstlerisch und doch mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität. Das war die Bedingung der Kulturmanager von "Spielfeld Kulturkonsultation", um als Betreiber/in eines Ladens 2003/2004 im Rahmen des Projektes Wrangelei aufgenommen zu werden. Die Kreativen erhielten einen Mietkostenzuschuss. Sie beteiligten sich an regelmäßigen Kiezrundgängen und profitierten von der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit. Von den sieben Ladenbetreibern blieben sechs auch nach Ablauf der Förderung im Wrangelkiez und bereichern damit das Wirtschaftsleben im Quartier.

Wrangelkiez-
"einfach einladend“ (2005)

Unter dem Motto “Wrangelkiez- einfach einladend” sollte die Vielschichtigkeit des Kiezes werbewirksam hervorgehoben werden. Mit einfachen und veränderbaren Slogans wie “Wrangelkiez- einfach göttlich” von der Kirchengemeinde oder “Wrangelkiez- einfach anziehend”, ein Versprechen der Bekleidungsgeschäfte konnten ortsansässige Gewerbetreibende oder Einrichtungen auf ihr besonderes Angebot aufmerksam machen. Das Kiezlabel, das in einem Wettbewerb entwickelt und durch ein Gremium aus BewohnerInnen, VertreterInnen der Kirchen, der kulturellen Träger und der Gewerbetreibenden ausgewählt wurde, kann hier runtergeladen werden.

Geschäftsstraßenmanagement Wrangelstraße
(2003 bis 2005)

Mitte 2003 wählte ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Wirtschaft, der IHK und des Wirtschaftsamtes aus 16 Bewerbern das gebietsansässige Planungsbüro Herwarth und Holz für die Umsetzung des Projektes aus. Das Ziel war die Aufwertung der Wrangelstraße zur Einkaufs- und Flaniermeile, nicht nur für die Anwohnerinnen und Anwohner. Im Mittelpunkt standen Aktivitäten zur Stärkung der multikulturellen Gewerbevielfalt und der öffentlichen Präsentation des Standortes Wrangelkiez. Der Bericht über die fast dreijährige Tätigkeit liegt als pdf-Datei vor.

Schaufenster-Coaching
(2005)

Mit dem Projekt erhielten Gewerbetreibende professionelle und kostengünstige Anregungen für ihre Schaufenstergestaltung an die Hand, die mit einfachen Mitteln umzusetzen sind. Die Verbesserungen in der Schaufenstergestaltung sollen das Geschäft attraktiver machen und gleichzeitig durch die optische Verbesserung der Fenster und Fassadenausschnitte das Straßenbild aufwerten. Die Projektidee kam von Gewerbetreibenden aus dem Kiez

Unterstützung des Kleingewerbes
(2004)

Viele der kleinen Läden sind durch die geringe Kaufkraft im Gebiet in ihrer Existenz bedroht. Sie werden von Inhabern betrieben, die in der Selbständigkeit einen Ausweg aus der Arbeitslosigkeit sehen und sind oft auf die Mithilfe von Familienangehörigen angewiesen. In geförderten Modellprojekt "Regionale Transferstelle (RETRA)" des Bundesfachverbandes des türkischen Groß- und Einzelhandels (BTGE) wurden Geschäftsinhaber mit türkischsprachigem Hintergrund in Bezug auf Qualifizierungsmöglichkeiten zur Geschäftsführung und zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen beraten. Auf Grund der Erfahrungen aus diesem Modellprojekt entwickelte die bezirkliche Wirtschaftsförderung ein bezirksdeckendes Angebot: www.retra-berlin.de

Existenzgründerberatung
(2002 bis 2005)

Für ExistenzgründerInnen im Wrangelkiez gab es über drei Jahre eine direktes Beratungs- und Hilfsangebot durch Lok e.V. Seit 2006 sitzt der Verein am Kottbusser Damm und bietet weiterhin Hilfe und Beratung vor und nach der Gründung in türkischer und deutscher Sprache an. Näheres unter www.lok-berlin.de

Werkstatt zur Geschichte

Aktuelle Video

Einrichtungen und Projekte

ASUM GmbH

Quartiersmanagement Wrangelkiez im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin im Rahmen des Programms  „Soziale Stadt“.

Die Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ und dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung