Freitag, 3.09.2010
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Das Quartier

Die GRÜNE OASE im Zentrum Berlins
Der Wrangelkiez ist ein dichtbebautes Altbauquartier im Südosten Kreuzbergs. Der 46 ha. große Stadtteil zwischen Spree und Görlitzer Park ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Verkehrsberuhigte Wohnstrassen, kleine Grünanlagen, Spiel- und Bolzplätze und begrünte Hinterhöfe, sanierte Wohnungen und eine gute Ausstattung mit sozialen Einrichtungen sind im Rahmen der Stadterneuerungsprogramme der 80er Jahre entstanden. Wesentlich dazu beigetragen haben die Bürgerbewegungen der Zeit, die bis heute den Ruf des Quartiers und des Bezirks Kreuzberg als Zentrum alternativer sozialer Bewegungen bestimmen. Nach fast dreißigjähriger Nutzung waren Grünflächen und Spielplätze erneuerungsbedürftig, inzwischen konnten die meisten durch den Einsatz verschiedener Förderprogramme neu gestaltetet werden.

VIELE ANGEBOTE für Groß und Klein
Im Kiez gibt es eine Grundschule und  eine Oberschule (mit Haupt- u. Realschulzweig). Neben den drei Kindertagesstätten im Eigenbetrieb des Landes Berlin, bereichern zahlreiche auf Elterninitiative gegründete „Eikitas“ das Erziehungsangebot. Otur y yasa, Elisi Evi und der kurdische Elternverein Yekmal haben sich zusammengeschlossen und bieten im NachbarschaftshausCentrum vielfältige Aktivitäten und Beratungen an. Das gilt ebenso für die Seniorenfreizeitstätte in der Falckensteinstrasse. Die beiden christlichen Kirchen, mit ihren hohen Türmen im Stadtteil gut erkennbar, sind ebenso wie die Fatih Moschee nicht nur Mittelpunkt religiösen Lebens, sondern auch Treffpunkt für soziale und kulturelle Aktivitäten.

Der KIEZ DER GEGENSÄTZE
Überregional bekannte  Einrichtungen, wie der Zirkus "Cabuwazi" (www.cabuwazi.de) oder das Jugend- und Kulturzentrum "Schlesische 27" (http://www.schlesische27.de/ ), sind seit vielen Jahren in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit tätig. An allen Ecken des Quartiers gibt es Orte der Kommunikation, wie kleine Galerien, Buchläden, Clubs, Cafés und viele Restaurants mit internationaler Küche. Sie  ziehen immer mehr Besucher an und machen nicht nur im Sommer den Charme des Quartiers aus. Während ein junges und mobiles Publikum den Kiez für sich als Freizeit- aber auch zunehmend wieder als Wohnquartier entdeckt hat, zeigt die Schattenseite des Quartiers Suppenküchen und Tageseinrichtungen für Obdachlose und eine immer noch hohe  Arbeitslosigkeit. Viele Bewohner/innen leben in prekären Verhältnissen. Das trifft besonders die Jugendlichen, die für sich keine berufliche und persönliche Perspektive sehen. Einrichtungen, wie das Berufsbildungswerk Kreuzberg (BWK) oder die Kompetenzagentur, richten sich mit ihren Angeboten zur Berufsvorbereitung und Berufsausbildung an diese jungen Menschen.

Ein Quartier mit ZUKUNFT UND TRADITION
Die alte „Kreuzberger Mischung“ mit kleinen Produktionsstätten, Handwerks- und Kulturbetrieben gibt es noch im Quartier. In zahlreichen Kiezläden kann man fast alles für den täglichen Gebrauch einkaufen. Aber auch die private Modeschule Esmond hat sich bewusst im Quartier der vielen Gegensätze angesiedelt und kleine Mode-Labels oder Designer versuchen ihre ersten Schritte in die Selbstständigkeit in den Erdgeschoss-Läden der Wohnhäuser. Auf beiden Seiten der Spree entwickelt sich ein neuer Wirtschaftsstandort der Dienstleistungs- und Medienbranche, der neben der Hoffnung auf Arbeitsplätze aber auch Bedenken hervorruft. Alteingesessene Bewohner/innen und Betriebe erwarten eine Mietsteigerung, die zu einer Verdrängung führen könnte.

NACHBARN aus vielen Ländern und Regionen
Etwa 12.500 Menschen verschiedenster Herkunftsländer und aus allen Regionen der Bundesrepublik leben im Wrangelkiez. Fast 40% der Bevölkerung ist nicht-deutscher Herkunft. Die Mehrheit von ihnen hat familiäre Wurzeln in der Türkei. Das Miteinander und Nebeneinander in vertrauten Nachbarschaften und im Fremdgebliebenen prägen den Stadtteil.

Werkstatt zur Geschichte

Aktuelle Video

Einrichtungen und Projekte

ASUM GmbH

Quartiersmanagement Wrangelkiez im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg von Berlin im Rahmen des Programms  „Soziale Stadt“.

Die Maßnahme wird gefördert aus Mitteln des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ und dem Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung